Wie bereits in vergangenen Jahren, so präsentierte The Lancet Neurology auch 2021 eine Übersicht zu den wichtigsten Neuerungen des Jahres im Bereich der Neurologie. Für die Multiple Sklerose (MS) galt 2021 das Leitthema „Progress against progression“. In der Zusammenfassung wurde berichtet, dass der Fokus der Forschung zunehmend hin zur Erkrankungsentstehung und zur Progression im zentralen Nervensystem geht und damit weniger auf die akute Inflammation abgezielt.
„The Lancet Neurology Round up – Multiple Sklerose 2021“ weiterlesenDMSG, BV/KKNMS: Stellungnahme zur Therapie der frühen SARS-CoV2 Infektion bei Personen mit MS (PwMS)
Eine Pressemeldung der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft
21.01.2022 – Die Multiple Sklerose (MS) stellt per se kein Risiko für schwere COVID19 Verläufe dar. Dennoch können Personen mit Multipler Sklerose (PwMS), die deutliche Behinderungen aufweisen oder mit bestimmten Immuntherapeutika behandelt werden ein erhöhtes Risiko in der aktuellen SARS-CoV-2 Pandemie haben. Während die Impfung die wichtigste Strategie in der Prävention der Infektion ist, sind nun auch nachweislich wirksame Therapien der COVID-19 Erkrankung verfügbar. Dabei ist der frühzeitige Einsatz entscheidend für den Therapieerfolg, weshalb das Wissen über Nutzen und Risiken für die rationale Anwendung dieser Therapien wichtig ist.
„DMSG, BV/KKNMS: Stellungnahme zur Therapie der frühen SARS-CoV2 Infektion bei Personen mit MS (PwMS)“ weiterlesenPonesimod
– G-BA beschließt Änderung der zweckmäßigen Vergleichstherapie
Am 02. Dezember 2021 wurde im Rahmen des Arzneimittelneuordnungsgesetz (AMNOG)-Prozesses der Beschluss des gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Nutzenbewertung von PONVORY® (Ponesimod) in der Indikation erwachsene Patienten mit aktiver schubförmiger Multipler Sklerose (RMS) veröffentlicht.
„Ponesimod“ weiterlesenEBV als Ursache von MS
– neue Studie zeigt deutlichen Zusammenhang
In Zusammenarbeit mit Frau Liesa Regner-Nelke
Während die Ätiologie der Multiplen Sklerose (MS) noch ungeklärt bleibt, konnten verschiedene Risikofaktoren für die Entstehung der chronisch entzündlichen ZNS-Erkrankung demonstriert werden. Neben Umweltfaktoren und genetischen Risiken zeigten sich auch Infektionen förderlich für die fehlgeleitete Immunantwort. Basierend auf ökologischen, epidemiologischen, serologischen und virologischen Studien wurde die Hypothese aufgestellt, dass die Infektion mit dem Epstein-Bar-Virus (EBV) einen Risikofaktor für das Auftreten der MS darstellt.
„EBV als Ursache von MS“ weiterlesenPlexus choroideus Volumen als Marker für die Transition zur SPMS?
Der Plexus choroideus (ChP) spielt eine entscheidende Rolle in der Regulation des Übertritts von Immunzellen vom Hirnparenchym in den Liquor. Kürzlich wurde er zudem als Schlüsselstruktur für die Initiation entzündlicher Reaktionen des Gehirns erkannt.
„Plexus choroideus Volumen als Marker für die Transition zur SPMS?“ weiterlesenPonesimod:
Das IQWiG sieht auf Basis der im Dossier eingereichten Evidenz keinen Zusatznutzen
Für Population 1: Erwachsene Patienten, die bislang noch keine krankheitsmodifizierende Therapie erhalten haben, und Patienten, die mit krankheitsmodifizierender Therapie vorbehandelt sind und deren Erkrankung nicht hochaktiv ist – kein Zusatznutzen.
„Ponesimod:“ weiterlesenDritte Corona-Schutzimpfung und Impfung unter Immuntherapie von MS-Patienten
Stellungnahme des KKNMS und DMSG Bundesverband e.V.
Seit einem halben Jahr läuft in Deutschland die Impfkampagne gegen COVID-19. Nach anfänglich stockendem Verlauf und Konzentration auf die Gruppe der älteren Mitmenschen besteht mittlerweile ein breites Impfangebot für weite Teile der Bevölkerung. Auch viele MS-Patienten haben in diesem Zuge eine Impfung gegen COVID-19 erhalten – vor allem der mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer wurde in Deutschland hierfür verwendet.
„Dritte Corona-Schutzimpfung und Impfung unter Immuntherapie von MS-Patienten“ weiterlesenN2B-Patch
– Die Nase als Tor für neue MS Therapie
In Zusammenarbeit mit Frau Liesa Regner-Nelke
Die Multiple Sklerose ist eine der häufigsten, entzündlichen ZNS Erkrankungen und führt bei dem meist jungen Patientenkollektiv oft zu Behinderungen und damit einhergehend zu einer starken Einschränkung der Lebensqualität. Wissenschaftliche Fortschritte der letzten Jahre führten zu einer Verbesserung der Therapie der MS. Dennoch sind die Behandlungen weiterhin mit häufigen oder auch invasiven Anwendungen verbunden, sodass die Frage nach neuen Wirkstoffen und Verabreichungsformen bleibt.
„N2B-Patch“ weiterlesenNeuromyelitis optica Spektrum Erkrankungen (NMOSD):
Zulassung von Satralizumab zur Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen mit anti-AQP4-IgG-seropositiver NMOSD
Am 24.6.2021 hat die Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) Satralizumab zur Behandlung von anti-Aquaporin-4-Immunglobulin G (AQP4-IgG) – seropositiven Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen (NMOSD) zugelassen. Es können Jugendliche ab einem Alter von 12 Jahren und Erwachsene mit Satralizumab entweder als subkutane Monotherapie oder in Kombination mit einer immunsuppressiven Basistherapie behandelt werden. Satralizu-mab ist der zweite zugelassene Antikörper zur Therapie der NMOSD. Im letzten Jahr hatte bereits Eculizumab (Handelsname Soliris®) eine Zulassungserweiterung von der EMA erhalten.
„Neuromyelitis optica Spektrum Erkrankungen (NMOSD):“ weiterlesenMultiple Sklerose: Zulassung für Teriflunomid zur Therapie von Kindern und Jugendlichen
Eine Pressemeldung der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft
Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat für Teriflunomid (Handelsname Aubagio®) die Zulassungserweiterung zur Erstlinienbehandlung für die Altersgruppe ab zehn Jahren erteilt. Es ist die erste Zulassung für eine orale Therapie bei schubförmig remittierender Multipler Sklerose (RRMS) für Kinder und Jugendliche in der Europäischen Union. Laut Angaben aus dem Atlas der MS leben in Europa mindestens 30.000 Kinder und Jugendliche mit MS.
„Multiple Sklerose: Zulassung für Teriflunomid zur Therapie von Kindern und Jugendlichen“ weiterlesen
