In Zusammenarbeit mit C. Nelke
In unserer aktuellen Arbeit „Senescent fibro-adipogenic progenitors as potential drivers of pathology in inclusion body myositis“ wurden mögliche zugrunde liegenden zelluläre Mechanismen bei der Einschlusskörpermyositis (IBM) untersucht. Die IBM ist eine seltene, fortschreitende entzündliche Muskelerkrankung, die vor allem durch eine proximale Muskelschwäche an den Beinen sowie einer Schluckstörung gekennzeichnet ist. Sie tritt hauptsächlich bei älteren Menschen auf, häufig nach dem 50. Lebensjahr. Bisher gibt es keine Therapie, die das Fortschreiten der Erkrankung wesentlich beeinflusst.
Therapiestudien und Morbus Alzheimer – Ein aktueller Blick auf die Forschungslandschaft in Deutschland
In Zusammenarbeit mit M. Pawlitzki
Die medizinische Versorgung von Patienten und Patientinnen mit demenziellen Syndromen stellt uns vor dem Hintergrund der weiter alternden Bevölkerung vor zunehmende Herausforderungen. Weltweit rechnet man bis zum Jahr 2050 mit einem Anstieg von aktuell knapp 57 Millionen Demenzerkrankten auf über 150 Millionen Betroffene (1), wobei wahrscheinlich mehr als die Hälfte der Patienten eine Demenz vom Alzheimertyp (DAT) entwickeln wird (2). Bereits jetzt sorgt die medizinische und psychosoziale Betreuung von ca. 1.7 Millionen Patienten mit einem demenziellen Syndrom in Deutschland (3) für jährliche Gesamtkosten in Milliardenhöhe (4).
„Therapiestudien und Morbus Alzheimer – Ein aktueller Blick auf die Forschungslandschaft in Deutschland“ weiterlesenIntroducing electronic monitoring of diseaseactivity in patients with chronic infammatorydemyelinating polyneuropathy (EMDA CIDP)
In Zusammenarbeit mit M. Pawlitzki
Die chronisch-inflammatorische demyelinisierende Polyneuropathie (CIDP) ist eine selten auftretende immunbedingte Nervenerkrankung, die progressive oder wiederkehrende Symptome wie motorische Schwäche mit einhergehender Gangstörung, sensible Defizite und eine Reflexverminderung verursacht. Die Behandlung umfasst in der Regel Therapien wie Glukokortikoide, Plasmapherese und intravenöse Immunglobuline (IVIG). Die Anpassung der IVIG-Behandlungsintervalle kann jedoch aufgrund von Symptomfluktuationen herausfordernd sein.
„Introducing electronic monitoring of diseaseactivity in patients with chronic infammatorydemyelinating polyneuropathy (EMDA CIDP)“ weiterlesenBiomarker bei NMOSD
In Zusammenarbeit mit O. Aktas
Die Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankung (NMOSD) ist eine seltene autoimmune entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS), die durch Episoden von Optikusneuritis, transverser Myelitis und seltener Inflammation im Gehirn oder Hirnstamm gekennzeichnet ist. Diese Schübe scheinen Resultat einer astroglialen Schädigung zu sein, die letztlich zu sekundärer Entmarkung und erheblichen Gewebeschäden führ. Die sich daraus ergebenden Schäden akkumulieren während akuter Schübe, die aufgrund unvollständiger Remission zu dauerhafter Behinderung führen können. Im Gegensatz zur Multiplen Sklerose (MS) gibt es jedoch selten eine progressive Behinderung unabhängig von Schüben
„Biomarker bei NMOSD“ weiterlesenClassifying flow cytometry data using Bayesian analysis helps to distinguish ALS patients from healthy controls
in Zusammenarbeit mit Saskia Räuber
Einzelzellanalysen sind aufstrebende Techniken, die eine Analyse individueller Zellen ermöglichen, um ihre Diversität, ihr Verhalten und ihre Interaktionen zu verstehen. In den letzten Jahren konnten bedeutende Fortschritte in diesem Bereich gemacht werden. Die Entwicklung und Optimierung der Einzelzellsequenzierung, der Proteom-Analysen und der hochauflösenden Bildgebung konnten neue mechanistische Einblicke in die Pathophysiologie verschiedener Erkrankungen liefern. Die zunehmende Komplexität und Variabilität der resultierenden Datensätze stellen jedoch eine große Herausforderung für die Analyse, Interpretation und Integration der Daten dar.
„Classifying flow cytometry data using Bayesian analysis helps to distinguish ALS patients from healthy controls“ weiterlesenCognitive and neuropsychiatric trajectories up to one year after mild to severe COVID-19
In Zusammenarbeit mit P. Albrecht
Von Post-COVID-19 sind weltweit etwa 200 Millionen Menschen betroffen, wobei Erschöpfung und kognitive Dysfunktion hauptsächlich Symptome sind. Trotz unterschiedlicher Befunde in Studien zeigen sich Aufmerksamkeit, verbale Gedächtnisfunktionen und exekutive Funktionen konsistent als am häufigsten betroffene kognitive Bereiche. Obwohl kognitive Beschwerden anhalten können, wurde bisher wenig Analysen betrieben, um longitudinale kognitive Veränderungen und ihre Assoziation zu neuropsychiatrischen Symptomen in Fällen von Post-COVID-19 zu untersuchen.
„Cognitive and neuropsychiatric trajectories up to one year after mild to severe COVID-19“ weiterlesenTranslational imaging of TSPO reveals pronounced innate inflammation in human and murine CD8 T cell-mediated limbic encephalitis
In Zusammenarbeit mit Nico Melzer
Forschende der Klinik für Neurologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf haben zusammen mit der Klinik für Nuklearmedizin und dem European Molecular Imaging Institute der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ein neues, bildgebendes Verfahren zur Darstellung angeborener Entzündungsvorgänge im Hirngewebe von Patientinnen und Patienten mit Autoimmuner Limbischer Enzephalitis in der Zeitschrift Science Advances vorgestellt.
„Translational imaging of TSPO reveals pronounced innate inflammation in human and murine CD8 T cell-mediated limbic encephalitis“ weiterlesenEndothelial basement membrane laminins – new players in mouse and human myoendothelial junctions and shear stress communication
Basalmembranen (BM) sind wichtige, aber häufig vernachlässigte Komponenten des Gefäßsystems. Mithilfe der hochauflösenden konfokalen Bildgebung von Mesenterialarterien mit Ganzkörperfärbung konnten in einer aktuellen Arbeit Integrine, Vinculin, fokale Adhäsionskinase (FAK) und mehrere BM-Proteine, darunter Laminine, als neuartige Komponenten myoendothelialer Verbindungen (MEJs) identifiziert werden, die sich als Regulatoren des Cross-Talks zwischen Endothel und glatten Muskelzellen (SMCs) herausstellen.
„Endothelial basement membrane laminins – new players in mouse and human myoendothelial junctions and shear stress communication“ weiterlesenCIRMS-Studie: Adäquates Impf-Ansprechen in allen Behandlungsphasen möglich
In Zusammenarbeit mit Leoni Rolfes
In der kontrollierten prospektiven Impfstudie mit 90 Cladribin-Patienten zeigte sich eine adäquate Immunantwort auf die Influenza-Impfung unabhängig von der Therapiedauer und dem Zeitabstand zur letzten Cladribin-Einnahmephase.
„CIRMS-Studie: Adäquates Impf-Ansprechen in allen Behandlungsphasen möglich“ weiterlesenWege zur Diagnose einer Optikusneuritis
In Zusammenarbeit mit Thomas Skripuletz
Eines der häufigsten Krankheitsbilder, das zu der Diagnose einer Multiplen Sklerose führt, ist die Optikusneuritis. Aufgrund des komplexen Krankheitsbildes und mehrerer bei der Diagnostik involvierter Fachdisziplinen (Neurologie, Augenheilkunde, Neuroradiologie) wurden kürzlich Kriterien für die Diagnose einer Optikusneuritis im Fachjournal Lancet Neurology veröffentlicht.

